Die Zukunft der SBCs

Das Asus Tinker Board S Draufsicht

Tja, wo geht es hin, wie werden die zukünftigen Einplatinencomputer, wie der Raspberry PI oder das Asus Tinker Board aussehen? Welche Features würden wir uns wünschen und was ist möglicherweise zu viel des Guten?

Wenn man sich die neusten Modelle der SBCs (Single Board Computer) anschaut, kann man eindeutig erkennen, in welche Richtung es geht: mehr RAM, mehr Onboard Speicher, wie eMMC oder M.2 SD Karten?

 

Brauchen wir noch mehr Kerne mit noch mehr Rechenleistung auf den kleinen Boards? Immerhin sind wir schon bei Octa Core (8 Kerne) angelangt, wie etwa das Odroid XU4 Board.

Billig sollen sie sein

Eigentlich sind diese Kleinstcomputer ja dafür gedacht möglichst billig zu sein und einfache Steuerungsaufgaben auszuführen. Man könnte damit zum Beispiel eine Lichtanlage für den Disco Betrieb aufbauen oder Steuerungsaufgaben auf einer Modelleisenbahn Anlage auszuführen.

Auch für einfache Programme zu schreiben und zu kompilieren, eignen sich die kleinen SBCs ganz hervorragend.

Doch alle diese genannten und ähnliche Aufgaben, kann man bereits mit den ganz billigen 10 Euro- SBCs, wie dem Raspberry PI Zero durchführen. Da braucht es keine 8 Kerne und unendlich viel Arbeitsspeicher.

Aber man braucht auch ein Betriebssystem für die SBCs und das ist in den allermeisten Fällen eine Android oder Linux Variante.

Und da hauptsächlich Linux auch andere, viele komplexere Aufgaben ausführen kann, wie Office Programme, Internet Browser, Email, Spiele oder gar Videobearbeitung, probieren viele User aus, wie weit sie da mit des SBCs gehen können.

Die Grenzen verschwimmen

Da stößt man bei den einfachen Modellen natürlich bald an seine Grenzen. Und diese Grenzen verschwimmen allmählich. Ich meine damit die Grenzen zu den schon existierenden Mini PCs, die für diese Aufgaben bereits ausgelegt sind.

Warum nicht ein Mini PC?

Denn auch bei den Mini PCs ala BeeLink S2 oder den preiswerten Z83 Rechnern, befindet sich alles auf einer Platine und kommt bereits in einem passenden kleinen Gehäuse mit zahlreichen Anschlüssen, WLAN, Bluetooth, Sound und Grafik on Board. Und mit vollwertigen Windows und Linux Versionen werden sie auch noch fertig.

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Die ursprünglichen SBCs hatten zunächst alle einen ARM Prozessor. Die kosten im Einkauf nur wenige Cent, während man für einen einfachen Intel X86 Chip schon um die 20 Euro hinlegen muß.

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Der Nachteil der ARM Chips ist aber der, dass eben kein Windows darauf läuft. Also müssen wir uns fragen, was wir wollen.

Ein ARM Rechner nur für Linux

Das ist das, wofür die einfachen, auf ARM CPU basierenden SBCs heute schon verwendet werden. Und dafür könnten sie ruhig noch etwas umfangreicher, wenn auch etwas größer werden.

Einfache und billige SBCs, die unter 50$ kosten muss es weiterhin geben. Aber ich denke, auf dem Markt ist auch Platz für mehr Power, insbesondere was die Grafikeinheit angeht.

Mein Wunsch SBC

Mein Wunsch SBC wäre ein kleiner ARM SBC (also nur für Linux) mit 4 – 8 Kernen, 4 – 8 GB Arbeitsspeicher und mindestens 64 GB Festplatte, eventuell auch als M.2 SSD ausgelegt und einer 3D fähigen Grafikeinheit, die mindestens 1 oder 2 GB des reichlich vorhandenen Arbeitsspeichers anzapfen kann oder gar eignen Grafikspeicher mitbringt.

Das Ganze fix und fertig verpackt in einem schönen Gehäuse und mit reichlich USB Anschlüssen und am besten mehreren unterschiedlichen Grafik Ausgängen. Die Anschaffungskosten für so ein Teil, sollten am besten deutlich unter 100 Euro liegen.

Einige Modelle der SBCs kommen meinen Wünschen schon recht nahe wie etwa der Rock64 von Hardkernel. Auch das Asus Tinker Board S ist schon gut dabei. Allerdings fehlt es zur Zeit noch an dem ein oder anderen Feature, um sie perfekt zu machen.

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Die einen haben zu wenig Arbeisspeicher oder es fehlt der WIFI Chip, so dass dafür wieder ein USB Anschluss dran glauben muss. In fast allen Fällen aber hapert es noch an der Grafik Einheit. Ich denke aber, wir werden noch in diesem Jahr (2019) den nahezu perfekten SBC sehen.