Asus Tinker Board S – die Unterschiede

Das Asus Tinker Board S Draufsicht

Zusätzlich zu meinem Raspberry PI, habe ich mir vor kurzem auch noch das Asus Tinker Board S zugelegt.

Hauptgrund war zunächst die bessere Performance gegenüber dem Raspberry PI. Offensichtlich sei dabei der doppelte Arbeitsspeicher (2G) und eine höhere Taktzahl (1,8 Ghz) zu nennen.

 

Allerdings hat der Raspberry einen 64 Bit Prozessor, während der Rockchip RK 3299 des Tinker Boards „nur“ eine 32 Bit CPU ist. Die Tatsache, dass das Rasbian OS aber nur ein 32 Bit Betriebssystem ist, gleicht diesen Punkt zunächst wieder aus.

Wie auch immer, hier soll es nicht um die Unterschiede des Tinker Board zum Raspberry Pi gehen, sondern um die Unterschiede zwischen dem neueren Tinker Board S und dem älteren, einfachen Tinker Board.

16 GB eMMC Speicher on Board

Ich habe mich bei der Anschaffung gleich für die neuere „S“ Variante entschieden, offensichtlich wegen dem verbauten eMMC Chip, als quasi 16 GB Festplatte. Denn natürlich liest der kleine Rechner schon beim Booten das Betriebssystem wesentlich schneller von dem eMMC Chip, als von einer microSD Karte.

In der Praxis dauert der Bootvorgang bis zum vollständigen Desktop des Tinkerboard S ca. 25 Sekunden mit dem Tinker OS (automatisches Einloggen).

Aber es gibt noch weitere Unterschiede und zwar zunächst beim Preis. Das normale Tinker Board gibt es im Online Handel in DE für rund 70 Euro und für die S Version muss man etwa 20 Euro drauflegen.

Unterschiede bei der Ausstattung

CPU, Grafikeinheit und Arbeitsspeicher sind bei beiden Platinen die gleichen. Dann bietet die S Version den schon erwähnten eMMC Speicher mit 16 GB.

Asus Tinker Board S

bei Amazon (ca. 93 Euro)

An dem MicroUSB Port als Spannungsquelle stellt die S Version nun fest, ob eine zu schwache Stromquelle angeschlossen ist. Das Board verlangt nach einem Netzteil mit 5V und 3A! Die sind nicht immer leicht zu kriegen, zumindest nicht mit einem MicroUSB Stecker.

Asus Tinker Board S - schräg hinten

Allerdings ist mir im Moment noch nicht ganz klar, was das Board macht, wenn tatsächlich eine zu schwache Stromquelle angeschlossen ist. Wird der Rechner dann ganz abgeschaltet oder erscheint zunächst nur eine Warnmeldung, ähnlich wie das Blitzsymbol beim Raspberry PI.

Audio Stecker werden automatisch erkannt

Als nächstes gibt es eine Änderung an der Audio Buchse. Die erkennt nun automatisch, was man dort eingesteckt hat: Nur Kopfhörer/Lautsprecher oder eine Kopfhörer/Mikrofon Kombination oder auch nur ein Mikrofon. Das kann ganz nützlich sein, denn die Stecker dieser Geräte unterscheiden sich in der Anzahl der Kontakte. So kann es sein, das entweder nur 2, 3 oder 4 Kontakte am Stecker vorhanden sind.

Last not Least gibt es zwischen der HDMI und MicroUSB Buchse noch einen Jumper. Durch eine entsprechende Jumper Position, kann man das Board zwingen, von der eingesteckten SD Speicherkarte zu booten. Ansonsten sucht der Rechner immer zuerst auf der eMMC nach dem OS.