Handy, Kompakt, Bridge, DSLM oder DSLR

Kamera | Kompakt | System | DSLR | DSLM | Bridgemoreharmony / Pixabay

Welche Kamera soll man sich kaufen?

Es ist jetzt gut 7 Monate her, das ich mich entschieden hatte für meine Bilder, die ich hauptsächlich für meine Webseiten brauche, eine neue Kamera zu kaufen. Das erklärte Ziel war, bessere Bilder für meine Webseiten zu bekommen.

Dabei galt für mich die These, das selbst eine einfache Kamera besser sein müsste als das Handy. Schon wegen der größeren Linse und dem größeren Sensor, der bei Kameras verbaut ist. Das bedeutet mehr Licht und weniger Rauschen in den Bildern.

Und natürlich lässt eine „richtige“ Kamera auch mehr Einstellmöglichkeiten bezüglich Blende und Verschlußzeit zu, bei den DSLRs und DSLMs kommt noch das wechselbare Objektiv dazu und auch die Möglichkeit Filter zu verwenden.

Soweit meine Überlegungen. Inzwischen bin ich mir aber nicht mehr so ganz sicher, ob die Entscheidung, mir eine spiegellose Systemkamera (DSLM) zu kaufen, die richtige war.

Denn inzwischen weiß ich, das für die Bilder, so wie ich sie gern hätte, ein gutes Bildbearbeitungsprogramm reicht. Natürlich in Verbindung mit einer Kamera, die scharfe und gut ausgewogen belichtete Bilder, am besten im RAW & JPG Format schießt, die man dann anschließend durch das Bildbearbeitungsprogramm jagt und so aufbereitet, wie man es gerne hätte.

Welches Bildbearbeitungsprogramm?

Es gibt viele Bildbearbeitungsprogramme auf dem Markt, viele sogar kostenlos. Mit den meisten kann man Bilder zuschneiden, ein bisschen drehen, sowie Kontrast, Sättigung und Helligkeit regulieren.

Es gibt aber nur wenige, mit denen man nur bestimmte Bereiche eines Bildes beeinflussen kann. Dazu gehören im Moment Adobe LightRoom (LR) und Luminar 2018. Beide sind kostenpflichtig aber LR funktioniert als kostenlose APP für Android mit etwas eingeschränkten Funktionen.

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Ich werde zu diesen beiden Programmen noch einen eigenen Beitrag verfassen, daher kurz nur das Wichtigste. Mit diesen Programmen ist es möglich, nur bestimmte Bildbereiche zu verändern, so kann man zum Beispiel nur die dunklen Bildbereiche aufhellen, während andere Bildbereiche, wie ein schon heller Himmel unbeeinflusst bleiben. Für mich auch sehr wichtig, sind Regler für die Klarheit des Bildes, Dunst entfernen, Dynamik, Sättigung und Schärfe hinzufügen, Verlaufsfilter und die Option für Bildreparaturen, so dass man Flecken oder ungewollte Objekte aus dem Bild entfernen kann.

Kompaktkameras

Inzwischen plädiere ich wieder dazu, das eine gute Kompaktkamera für meine Belange wahrscheinlich ausgereicht hätte. Ich liebäugle da mit einer Sony HX 60 oder 90 oder auch einer Lumix TZ 81 oder ähnliche. Dabei ist zu bemerken, das fast alle Lumix Modelle das RAW Format beherrschen, was bei anderen Marken nur bei den teureren Modellen der Fall ist. Außerdem sind Kompaktkameras klein und leicht und passen leicht in eine Handtasche oder gar in die Hosentasche.

Der Nachteil bei den Kompaktkameras ist die Tatsache, das man keine Filter oder sonstigen Vorsätze benutzen kann, mangels Filtergewinde am Objektiv. Einige Arten von Aufnahmen, wie z. Bsp. Superweitwinkel sind daher nicht möglich.

Die HX 60 von Sony kostet im Moment ca. 230 Euro und für eine TZ 81 muss man etwa noch 319 Euro auf den Tisch legen. Beides sind gute Reise-zoom Kameras mit einem 30 fachen Zoom und einem leichten Weitwinkelbereich.

DSLR & DSLM

Die beiden Kameratypen tun sich gegenseitig nicht viel, außer das die spiegellosen Systemkameras kleiner und leichter sind als eine DSLR und in einigen Fällen keinen optischen Sucher haben. In beiden Kameratypen eines Herstellers wird häufig auch die selbe Technik bezüglich Bildsensor und Prozessor verwendet.

Canon EOS M10 Systemkamera

Canon EOS M10 Systemkamera (DSLM)

Der große Vorteil dieser beiden Kameratypen sind die wechselbaren Objektive und Filtermöglichkeiten. So kann man für jeden Zweck das passende Objektiv auf die Kamera schrauben und loslegen.

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Leider kostet das alles sehr viel Zeit und vor allem Geld. Schnappschüsse sind nur möglich, wenn man gerade zufällig das passende Objektiv drauf hat.

Objektive sind allerdings sehr teuer, außer man fotografiert per Adapter mit alten Linsen, die man günstig bei Ebay & Co erwerben kann. Meistens muss man dafür aber auf jegliche Automatik verzichten und im manuellen Modus knipsen.

Man muss sich als Laie da wirklich fragen, ob es sich lohnt, für ein paar wenige spezielle Bilder tausende von Euros auszugeben und die teuren Objektive dann wieder in die Ecke legt, eben bis zum nächsten Vollmond oder der nächsten Langzeitbelichtung…

Bridgekameras

Sie sind der goldene Mittelweg und verbinden die Vorteile einer Kompaktkamera (Größe & Gewicht) mit einigen Eigenschaften, die man sonst nur bei DSLRs und DSLMs findet.

Sie haben oft (aber nicht immer) einen größeren Bildsensenor und größere Linsen als die Kompakten uns sollten somit mehr Licht in die Kamera lassen für rauschärmere Fotos. Außerdem haben sie in der Regel ein Filtergewinde und man hat somit die Möglichkeit, Verlaufsfilter, ND oder einen POL Filter zu verwenden.

Es hapert eigentlich nur an der Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und in die Hosentasche passen die Bridgekameras auch nicht mehr. Im Urlaub hat man die Kamera mit einem Griff immer dabei und kann nach dem Einschalten sofort loslegen.

Welche Kamera soll man sich nun zulegen?

Wer seine Bilder nur bei Facebook und Instagram hochläd und sonst nicht viel in Sachen Foto unternimmt, sollte beim Handy (Smartphone) bleiben, denn die sind ja quasi ständig mit den sozialen Medien verbunden. Ein lästiges Übertragen der Bilder auf einen PC kann entfallen. Für die Bearbeitung tut es eine kostenlose App wie LR oder SnapSeed.

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Wer hingegen seine Kamera hauptsächlich nur im Urlaub aktiviert und ab und zu auch schon mal Zoomen will, ist mit einer guten Kompaktkamera in der 200 – 300 Euroklasse gut bedient. Die Bilder taugen auch für große Ausdrucke oder das beliebte Fotobuch. Teilweise sind auch Makroaufnahmen möglich.

Wenn man auch schon mal mit Filtern und im Makrobereich experimentieren will und der etwas größeren Kamera nicht zurückschreckt, ist man mit einer guten Bridgekamera gut bedient.

DSLRs & DSLMs würde ich den Profis oder Semi Profis vorbehalten, außer man hat zuviel Geld übrig. Ich persönlich halte sie für zu aufwändig und (bei einigem Zubehör) zu teuer und umständlich für den normalen Gebrauch.

Damit sich der Aufwand lohnt, sollte man schon täglich mit der Kamera unterwegs sein und seine Bilder auch anderswo, als bei FB & Instagram verwenden. Dazu gehört dann auch, dass man für das richtige Licht auch schon mal sehr früh aufsteht und seine Bilder quasi inszeniert oder komponiert. Ich meine damit einen langwierigen Aufbau des Equipments für einige wenige Fotos.

Die beste Kamera ist immer die, die man immer dabei hat und schnell auf ein Motiv reagieren kann und eine gute und teure Kamera alleine, macht noch keine guten Bilder.

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